Die beiden ersten Einträge der Blog-Reihe zum Thema „City-App“ haben Ihnen bereits einen Einblick gegeben. Im heutigen Beitrag erfahren Sie, wie Sie den Erfolg Ihrer App vor Ort messen und diesen weiter ausbauen. 

Wie messe ich den Erfolg?

Damit Ihre App keine „Eintagsfliege“ bleibt und zum Dauerbrenner wird, ist es nötig, regelmäßig die bisherigen Erfolge zu evaluieren. Dafür können sogenannte KPIs (Key-Performance-Indicator) herangezogen werden. 

Die wohl bekannteste Kennziffer ist dabei die sogenannte Downloadzahl. Da es für eine Person möglich ist, eine App mehrmals zu downloaden, ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass hierdurch die Statistik verfälscht werden kann. 

Deutlich genauere Aussagen liefert die Zahl der aktiven Benutzer. Diese wird in der Regel für einen bestimmten Zeitraum gemessen (Mixpanel o.J.)

Darüber hinaus kann die Nutzungshäufigkeit Ausschluss darüber geben, wer die App wie oft nutzt. Dabei kann zwischen Stammnutzern und Gelegenheitsnutzern entschieden werden. 

Ferner kann die Sitzungslänge gemessen werden. Diese gibt an, wie viel Zeit ein*e Nutzer*in in der App verbracht hat. Je nach Inhalten kann diese kürzer oder länger ausfallen (AT Internet 2019). 

Häufig verfügen City-Apps über eine Log-In-Funktion. Die Anzahl der Personen, die diese Funktion nutzen, kann ebenfalls zur Erfolgsmessung verwendet werden. 

 

Was sind die Erfolgsfaktoren einer City-App?

Der Erfolg einer City-App hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese sind abhängig von den  entsprechenden Zielgruppe und Zielen der App. 

In der Regel steht die Relevanz und der Mehrwert für den/die Nutzer*in an erster Stelle. Demnach gilt es, für die Zielgruppe „Touristen“ andere Angebote und Funktionen zu schaffen, als für Bürger*innen. 

Im Falle einer Bürger-App ist es empfehlenswert, die Möglichkeit einer Individualisierung und Personalisierung anzubieten. Als Beispiel kann hier das Hinterlegen der Wohnadresse gelten, um eine Push-Benachrichtigung für den Müllabfuhr-Kalender zu erhalten. 

Als weitere Erfolgsfaktoren lassen sich die sogenannte „User Experience“ (UX) und „Usability“ nennen. Erstere umfasst dabei den gesamten Prozess – vor, während sowie nach der Nutzung eines Produktes – und schließt somit die Usability mit ein (FOKUS UX UG o.J.). Eine gute Usability wird im Normalfall durch den/die Nutzer*in nicht wahrgenommen, eine schlechte hingegen schon. Ins Deutsche übersetzt, bedeutet der Begriff „Usability“ etwa „Gebrauchstauglichkeit“ oder „Benutzerfreundlichkeit“. Der Begriff „User Experience“ hingegen „Nutzungserlebnis“ (usability.de GmbH & Co. KG o.J.).

Entscheidend ist in diesem Zusammenhang auch die Ladezeit der App. Unnötig lange Ladezeiten führen zu einer Nicht-Nutzung der App. 

Daran anschließend ist das sogenannte User Interface zu nennen. Dieses muss ansprechend gestaltet sein und zu einer Nutzung der App anregen. 

„City-Apps“ müssen in den App-Stores von iOS und Android downloadbar sein. Diese Funktion ist unabdingbar. 

Des Weiteren ist das Marketing für den Erfolg einer App von enormer Bedeutung. Hierdurch können regelmäßig neue Nutzer*innen generiert und bestehende User*innen erhalten bleiben.  

Durch die Einbindung lokaler Stakeholder kann die Akzeptanz der App und somit ihr Erfolg gesteigert werden. Indem eine offizielle, städtische Stelle die Betreiber-Rolle der City-App einnimmt, kann das Vertrauen gesteigert werden. 

Und nun?

Mittlerweile wissen Sie, was eine „City-App“ ist und, was sie kann. Sie wissen, wie Sie den Erfolg messen und steigern können. Jedoch gibt es auch eine Menge an Herausforderungen, die bei der Einführung und beim laufenden Betrieb einer solchen „City-App“ aufkommen. Lesen Sie mehr dazu im nächsten Blog-Eintrag.