Die digitale Sichtbarkeit im Netz – warum sie vor allem für Unternehmen so wichtig ist

Die Welt wird digital – diese Entwicklung bringt auch Veränderungen für den Einzelhandel mit sich. Warum vor allem aber die digitale Sichtbarkeit einen hohen Stellenwert genießt, erfahren Sie in diesem Artikel.


Die digitale Transformation im Handel wirkt sich zunehmend auch auf das Kaufverhalten der Kunden aus. Der traditionelle Kaufprozess durchläuft dahingehend einen extremen Wandel: Die Anbieterauswahl erfolgt erst nach der Entscheidung für ein Produkt und der eigentliche Kaufabschluss kann anschließend online als auch stationär ablaufen. Kurz: Durch die Digitalisierung werden dem Kunden neue Wege eröffnet, sich über Produkte und Anbieter zu informieren. Die Herausforderung für den stationären Handel besteht hierbei vor allem in der Nutzung dieser neuen, teils digitalen, Möglichkeiten. Wichtigster Anhaltspunkt ist und bleibt die digitale Präsenz, um für den Kunden sichtbar zu sein.

Die Änderung des Kaufprozesses
Quelle: CIMA Beratung + Management GmbH

Die Entwicklung des Online-Handels

Blickt man auf die Zahlen des cima.MONITORs aus dem Jahr 2019, so geben rund 84% der Befragten an, im vergangenen Jahr online eingekauft zu haben. Diese Entwicklung zeigt einen deutlichen Anstieg zum Vergleichsjahr 2015, in welchem lediglich 66% dieselbe Frage bejahten. Darüber hinaus gaben rund 31% der Personen, die im letzten Jahr online eingekauft haben, an, dass sie dies auch zukünftig online einkaufen werden. Als attraktivster Onlineshopping-Anbieter 2019 gilt dabei mit Abstand die Plattform Amazon.

Die Gründe für das Online-Shopping sind hierbei vor allem durch die voranschreitende Digitalisierung geprägt: Häufig geht es um die Kombination mehrerer Faktoren, wie Bequemlichkeit, Zeitersparnis, eine umfassende Warenverfügbarkeit sowie gute Vergleichsmöglichkeiten der Produkte untereinander.

Die Herausforderungen für den stationären Handel

Die beschriebenen Entwicklungen stellen vor allem kleine, inhabergeführte und meist nur stationär vertretene Einzelhändler vor große Herausforderungen. Für eine ganzheitliche Lösung muss die sogenannte „Dreifaltigkeit lokaler Unternehmen“ in Betracht gezogen werden, die sich aus den Bausteinen Sichtbarkeit, Erreichbarkeit sowie Erlebnis zusammensetzt. Vor allem in Zeiten von Lockdowns, Ladenschließungen und Ausgangssperren ist die digitale Sichtbarkeit als wichtigster der genannten Bausteine zu identifizieren.

Dreifaltigkeit lokaler Unternehmen
Quelle: CIMA Beratung + Management GmbH

Das Erhöhen der digitalen Sichtbarkeit und warum dies so wichtig ist

Informationen zu Geschäften vor Ort und deren Öffnungszeiten werden häufig online abgefragt. Als notwendige Basis hierfür lässt sich die Auffindbarkeit im Netz, auch häufig unter dem Begriff der Online-Präsenz zu finden, identifizieren. Korrekte Angaben zu Öffnungszeiten sowie Adress- und Kontaktdaten sind hierbei unerlässlich. Die Informationen können sowohl über eine eigene Homepage, als auch über händlerübergreifende Plattformen, wie Lokale Online-Marktplätze und Online-Schaufenster, oder über eigens angelegte Social-Media-Accounts an den Kunden kommuniziert werden. Ergänzt werden kann das Angebot durch lokale Verzeichnisse, gezieltes Suchmaschinenmarketing und einen Google My Business-Eintrag.

Der Online-Präsenz-Check

Um die digitale Sichtbarkeit der Einzelhändler in einer Stadt bewerten und so mögliche Handlungsfelder identifizieren zu können, bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtung. Diese umfassende Analyse, ein sogenannter Online-Präsenz-Check, bewertet auf Grundlage der vorhandenen Online-Aktivitäten der Gewerbetreibenden, wie die Nutzung von Google My Business, Sozialen Netzwerken, unternehmenseigenen Homepages und anderen E-Commerce-Aktivitäten, die Digitalfitness einer Stadt. Als mögliche Initiatoren kommen dabei vor allem Werbegemeinschaften, Stadtmarketingbüros, Citymanagements oder auch Wirtschaftsförderungen in Frage.

Der Online-Präsenz-Check der cima.digital
Quelle: CIMA Beratung + Management GmbH

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im „Handbuch für den stationären Handel- Kundenorientierung, Retail Design und Neue Medien im Verkauf“, welches der Handelsverband Bayern e.V. in Zusammenarbeit mit der CIMA Beratung + Management GmbH im Zuge der Corona-Pandemie entwickelt hat.

Quelle: HBE (Handelsverband Bayern) (2020): Handbuch für den stationären Handel- Kundenorientierung, Retail Design und Neue Medien im Verkauf.

Doppelinterview zur Zukunft von Innenstadt und Handel

In einem umfangreichen Interview mit dem Berliner Beratungsunternehmen eStrategy Consulting gehen Roland Wölfel, Geschäftsführer CIMA Beratung + Management GmbH, und Andreas Haderlein, Leiter des Projektbüros cima.digital, auf brennende Fragen zur Zukunft von Innenstadt und Handel ein.

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Online-Plattformen als „Digitale Heimat“ – CIMA schließt „Gemeinsam online“ mit positivem Fazit ab und erweitert Stadtmarketingmodell

Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:CIMA Beratung + Management GmbH

Die CIMA Beratung + Management GmbH hat unlängst ihr Stadtmarketingmodell um eine tragende Säule erweitert: „Digitales Marketing“. (mehr …)

#KAUFLOKAL – erfrischende Pop-up-Aktion in München

Verknüpfte Initiativen:Münchens Erste Häuser

In München machen im März drei Platzhirsche aus dem stationären Handel gemeinsame Sache. Es geht um nichts geringeres als die Verführung zum Kauf in der Stadt. Dabei gehen die Protagonisten weit über ein schnödes „Kauft vor Ort und alle sind happy“ hinaus. Sie positionieren sich als Kuratoren für coole Produkte und proben nebenbei den Aufstand gegen langweilige Citys. (mehr …)

Sechs wichtige Fragen vor dem Start einer Local-Commerce-Initiative

Anlässlich der jüngsten Nachrichten aus der Welt der lokalen Online-Marktplätze – AllyouneedCity (Bonn) und Kaloka (Zürich, Bern) werden abgewickelt – möchte ich einer Torschlusspanik bei Digitalisierungsprozessen in Städten und Innenstadthandel vorbeugen. Bevor Sie, liebe Wirtschaftsförder*innen, Stadtmarketing- und Citymanagementorganisationen, einen lokalen Online-Marktplatz oder ein anderes Online-Sichtbarkeitsmodell für Ihr lokales Gewerbe auf die Strecke bringen, sollten auf sechs zentrale Fragestellungen jeweils standortangepasste Antworten gefunden werden. Ansonsten lassen Sie es bitte sein. (mehr …)

„Local Inventory Ads“ in der Future City Langenfeld

Verknüpfte Initiativen:Future City Langenfeld
Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:Future Retail Init UG (haftungsbeschränkt)

Der erste Showcase zur Schaltung von Googles „Local Inventory Ads“ im inhabergeführten Handel kommt aus Langenfeld. Die Projektmanager der dortigen digitalen City-Initiative haben gemeinsam mit einem Masterstudenten der TH Köln einem lokalen Händler per Google-Shopping-Anzeigen mehr Online-Sichtbarkeit verschafft. Jetzt soll ein Tutorial für das Vorgehen erstellt werden. (mehr …)

Online City Wuppertal vs. Mönchengladbach bei eBay

Verknüpfte Initiativen:Online City Wuppertal/F.O.R.U.M.  •  Mönchengladbach bei eBay
Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:Atalanda GmbH  •  eBay

Local-Commerce-Ansätze gibt es viele. Aber nirgends tritt die Unterschiedlichkeit derart stark hervor wie zwischen den Marktplatz-Lösungen in Wuppertal und in Mönchengladbach. Nun, gut zweieinhalb Jahre nach dem Launch der Plattformen, hat sich die WDR Service-Zeit erneut die Modelle angeschaut und lässt Händler aus beiden Städten zu Wort kommen. Parallel geht das City-Engagement von eBay in den Regelbetrieb. (mehr …)

atalanda nun auch Infrastrukturgeber in zwei bayerischen Local-Commerce-Modellstädten

Verknüpfte Initiativen:Wir-in-Günzburg.de  •  besser daheim (Pfaffenhofen)  •  Ich kauf in Coburg
Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:Atalanda GmbH

Neben NRW zählt Bayern zu den agilsten Bundesländern bei der Förderung von digitalen City-Initiativen. Im Modellprojekt „Digitale Einkaufsstadt Bayern“ durchlaufen derzeit drei ausgewählte Kommunen ein Coaching-Programm: Coburg, Günzburg und Pfaffenhofen. Das Schaufenstermodell „GoCoburg“ ist bereits im Verzeichnis von LocalCommerce.info gelistet. Die letzteren beiden Städte haben sich nun – unabhängig voneinander – für die atalanda GmbH als Infrastrukturgeber und damit für ein Marktplatzmodell à la Online City Wuppertal entschieden. Bereits in diesem Sommer werden die digitalen City-Initiativen damit online gehen. (mehr …)

„Einzelhandelslabor Südwestfalen“ im laufenden Betrieb

© Einzelhandelslabor Südwestfalen
© Einzelhandelslabor Südwestfalen

Die Digitalisierung in Stadt, Region und Handel ist ein Dauerthema. Auch die IHKs als Selbstverwaltungskörperschaften der lokalen bzw. regionalen Wirtschaft sind wichtige Akteure in der Auseinandersetzung mit dem Strukturwandel. Aber haben sie tatsächlich Lösungsansätze zu bieten? Die IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland und die Südwestfälische IHK zu Hagen jedenfalls unternehmen bisher wohl die konkretesten Anstrengungen in Sachen Local Commerce. Sie sind Projektpartner des EFRE-geförderten „Einzelhandelslabors Südwestfalen“. Dessen Ziel ist es, „den stationären Einzelhandel mit Workshops und Wissensvermittlung für eine eigene Cross- oder Omni-Channel-Strategie langfristig zu stärken“(mehr …)

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