Gorillas, Picnic & Co. – Die neue Art des Lebensmitteleinkaufs

Der Wandel im Zugang zu Lebensmittel ist in vollem Gange, häufig fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff des „convenient lifestyle“. Der Trend weg vom Selbst-Einkaufen hin zu Online-Supermärkten schreitet, bedingt durch Corona, noch schneller voran. Die Vorteile liegen auf der Hand: Einerseits müssen Lebensmittel nicht mehr tagelang gelagert werden. Darüber hinaus wird die Lebensmittelverschwendung drastisch reduziert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frische der gelieferten Ware. Für Endkunden bedeutet die Lieferung von Lebensmittel an die Haustür Zeitersparnis, Bequemlichkeit und Spontanität.

Der Platzhirsch – Die Gorillas Technologies GmbH

Gorillas Logo (© Gorillas Technologies GmbH)

Die Gorillas Technologies GmbH wurde Anfang des Jahres 2020 mit Sitz in Berlin gegründet. Das Unternehmen umfasst eine Online-Bestellplattform, angestellte Fahrradkuriere sowie vereinzelt Auslieferungslager in zentralen Lagen. Gorillas liefert in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden sowie dem Vereinigten Königreich. Dabei fokussiert sich das Unternehmen hauptsächlich auf Großstädte. Die Unternehmensstrategie ist dabei sehr nachhaltig aufgebaut. Der Kern besteht aus dem Fahrradfahren und der sogenannten Fahrrad-Crew, die alle Fahrten mit E-Bikes durchführt. Das Unternehmen setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten und Marken und Partnern vor Ort in der jeweiligen Stadt. Des Weiteren achtet Gorillas darauf, möglichst auf Plastik zu verzichten.

Die Produktauswahl ist eher im höherpreisigen Segment angesiedelt und begrenzt, wodurch besonders Personen angesprochen werden, die beispielsweise sehr viel arbeiten, somit wenig Zeit zum Einkaufen haben und häufiger Lieferservices nutzen. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht, allerdings liegt der Lieferpreis bei 1,80€. Die bestellte Ware soll anschließend innerhalb von 10 Minuten nach Bestelleingang beim Kunden sein.

Der Lieferservice Gorillas liefert nicht aus einem Supermarkt, sondern aus eigenen Lagerräumen. Die Bezahlung erfolgt via PayPal oder Kreditkarte direkt in der App.

Der Konkurrent Flink

Flink Logo (© Flink SE)

Kurz nach dem Konkurrenten Gorillas wurde die Flink Lebensmittel GmbH Ende des Jahres 2020 gegründet. Im Juni 2021 folgte eine Kooperation mit dem Rewe-Konzern, wodurch das Unternehmen exklusiv mit Lebensmitteln durch die Supermarktkette versorgt wird. Das Liefergebiet umfasst neben Deutschland auch Städte in den Niederlanden und Frankreich. Hierbei liegt der Fokus insbesondere auf Großstädten.

Das Konzept ähnelt dem von Gorillas sehr. Kunden können montags bis samstags von 8 bis 23 Uhr ihre Bestellungen in der App aufgeben. Hierbei ist der Mindestbestellwert von einem Euro zu beachten. Hinzu kommt eine Liefergebühr von 1,80€. Anspruch des Unternehmens ist es, die bestellte Ware 10 Minuten nach Auftragseingang ausgeliefert zu haben. Die Lieferung erfolgt, wie beim Konkurrenten Gorillas, per E-Bike aus kleinen lokalen Lagern. In der App ist die Zahlung via PayPal oder Kreditkarte möglich.

Der niederländische Online-Supermarkt Picnic

Picnic Logo (© Picnic GmbH)

Die Gründung des niederländische Unternehmen Picnic erfolgte im Jahr 2015. Zunächst belieferte die Kompanie nur Städte in den Niederlanden. Seit 2018 wurde die Lieferung der Picnic GmbH nach und nach auf Städte in Deutschland, genauer in Nordrhein-Westfalen, ausgeweitet. Die Gründung der französischen Tochter Picnic SAS Anfang des Jahres 2021 hat das Ziel in Zukunft den französischen Markt abdecken zu können.

Kunden können per App bestellen. Der Mindestbestellwert liegt bei 35€. Nach Bestelleingang werden die Waren durch die Zulieferer in die Distributionszentren transportiert. Von dort aus erfolgt die kostenlose Lieferung zum Kunden per elektrischem Auto. Den Lieferzeitraum kann dabei der Kunde selbst wählen. Die Bezahlung erfolgt per Lastschriftverfahren oder Sofortüberweisung.

Der älteste Online-Supermarkt: Bringmeister.de

Bringmeister.de Logo (© Bringmeister GmbH)

Der bereits seit 1997 bestehende Online-Supermarkt Bringmeister.de gehört seit Januar 2017 zum Edeka-Verbund.

Kunden können im Großraum Berlin, Potsdam sowie München bestellen und erhalten die Ware montags bis samstags von 6 bis 24 Uhr per Lieferfahrzeug. Hierbei besteht die Möglichkeit zwischen einem 1-Stunden-Lieferfenster, einem 2-Stunden-Lieferfenster sowie einem 4-Stunden-Lieferfenster zu wählen. Montag bis Freitag besteht die Möglichkeit einer taggleichen Lieferung. Die Liefergebühren richten sich dabei nach der jeweiligen Lieferzeit sowie dem Bestellwert und liegen zwischen 0 und 6,99€. Der Mindestbestellwert beträgt 40€. Neben der Bestellung per App bietet Bringmeister.de auch Bestellungen über die Webseite an. Die klassischen Zahlungsmethoden wie PayPal, Kreditkarte, auf Rechnung oder per Lastschrift ergänzt Bringmeister.de um die Barzahlung und EC-Kartenzahlung an der Haustür bei Lieferung. Darüber hinaus können Kunden beim Einkauf DeutschlandCard Punkte sammeln.

Das türkische Start-Up Getir

Getir Logo (© Getir)

Der Online-Supermarkt Getir ist ein im Jahr 2015 gegründetes, türkisches Start-up. Neben einem Lieferservice für Lebensmittel umfasst das Portfolio auch einen Kurierdienst für Restaurants. Das Unternehmen bietet seine Dienste hauptsächlich in der Türkei und hier insbesondere in großen Städten an. Seit Februar können Kunden die App auch in London nutzen. Im Mai 2021 startete der Lieferservice in Amsterdam. Das Unternehmen möchte in den folgenden Jahren weiter in den europäischen Markt expandieren. Bereits Ende Februar wurde die Firmierung der Getir Germany GmbH abgeschlossen. Dies stellt den Grundstein für den Start in Berlin dar. 

Die wachsende Bedeutung des Onlinehandels im Lebensmittelbereich

Je nach Standort, Produktangebot oder Lieferservice lassen sich verschiedene Online-Supermärkte identifizieren. Die Anzahl dieser ist in den letzten Jahre stetig gewachsen. Bedingt durch die Corona-Krise erfuhren die Lieferdienste einen regelrechten Hype. Während die großen Marktführer, wie Picnic und Gorillas, bereits große Erfolge feiern, steht das türkische Start-up Getir in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Weitere Lieferdienste, wie beispielsweise knuspr.de, die deutsche Version des tschechischen Online-Lebensmittelhändlers Rohlik, stehen bereits in den Startlöchern. Und wieder ist eine klare Tendenz zu erkennen: Der Online-Handel auch für Lebensmittel gewinnt stetig an Bedeutung.

DHL kommt mit #SupportYourLocal-Kampagne um die Ecke – wichtige Local-Commerce-Infrastrukturgeber sind an Bord

Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:Atalanda GmbH  •  eBay  •  Schuh Benner GmbH & Co. KG  •  DHL Paket GmbH

„DHL – Lokal handeln“ ist auf der ganzseitigen Anzeige eines Printmagazins zu lesen. Der deutsche Logistikkonzern schickt sich an, die Corona-Pandemie im Sinne des Cause-related-Marketings zu nutzen und rührt die Trommel damit auch für Infrastrukturgeber lokaler Online-Marktplätze wie atalanda oder sortimentsfokussierte Online-Marktplätze wie schuhe.de der Verbundgruppe ANWR. (mehr …)

Corona: atalandas Einkaufslisten machen kontaktlose Belieferung möglich

Verknüpfte Initiativen:Monheimer Lokalhelden
Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:Atalanda GmbH

Die Auflagen, Erlasse und Allgemeinverfügungen im Zuge der Corona-Bekämpfung verschärfen sich. Mitunter müssen nicht versorgungsrelevante Fachgeschäfte vorübergehend schließen. Risikogruppen sollten ohnehin nach Möglichkeit die Öffentlichkeit und damit auch Supermärkte und Geschäfte meiden. Nun hat auch der Local-Commerce-Infrastrukturgeber atalanda eine Antwort auf die gegenwärtige Situation gefunden. Ob die sog. „Einkaufslisten“ wirklich funktionieren, steht indes noch nicht fest. (mehr …)

Corona: Lozuka leistet IT-infrastrukturelle Unterstützung in Sachen Nahversorgung

Verknüpfte Initiativen:Lozuka in Siegen
Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:Lozuka GmbH

Wie Lozuka in einer aktuellen Firmeninformation mitteilt, haben Regionen und Städte ab sofort die Möglichkeit, zeitlich befristet die IT-Plattform des Local-Commerce-Infrastrukturgebers zu nutzen. Hinter dem „Notfallkonzept“ steckt nichts Geringeres als die Unterstützung der Nahversorgung mittels eines lokalen/regionalen Online-Marktplatzes. Laut der Lozuka GmbH kann das Modell „innerhalb von 24 Stunden“ umgesetzt werden. So können Standorte und Händler Kunden unter die Arme greifen, die sich aufgrund der gegenwärtigen Corona-Epidemie nicht im öffentlichen Raum aufhalten möchten, dürfen oder können. (mehr …)

AllyouneedCity: DHL Paket steigt in den Local Commerce ein

Verknüpfte Initiativen:AllyouneedCity (Bonn) – EINGESTELLT
Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:DHL Paket GmbH

Die Bonner Händler werden noch in diesem Jahr die ersten sein, die als Stadt „AllyouneedCity“ bespielen und damit zum natürlichen Counterpart von „eBay City“ avancieren. Das Bonner City-Management und der Einzelhandelsverband Bonn Rhein-Sieg Euskirchen sitzen mit an Bord der Local-Commerce-Initiative. (mehr …)

atalanda und DHL liefern in Wuppertal nun zweimal täglich

Verknüpfte Initiativen:Online City Wuppertal/F.O.R.U.M.
Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:Atalanda GmbH
© Online City Wuppertal
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Ab sofort steht den Wuppertaler Kunden des lokalen Online-Marktplatzes der Online City Wuppertal ein zweites Lieferfenster offen. In Kooperation mit atalanda und DHL kann so Ware sowohl nachmittags als auch am Abend noch am selben Tag zugestellt werden. (mehr …)

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