Einkaufen rund um die Uhr – und das auf dem Dorf?

Die Nahversorgung insbesondere im ländlichen Raum ist ein Thema, das viele Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen stellt. In Thüringen werden deshalb neue Dorfläden gebaut und mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet. Diese sogenannte 24-Stunden-Läden sollen der Bevölkerung ermöglichen, 24 Stunden und das an sieben Tagen der Woche ihre Einkäufe zu erledigen. Doch wie funktionieren diese neuartigen Dorfläden? Und bieten sie tatsächlich die Lösung für die Nahversorgung vor Ort?

Förderrichtlinie 24-Stunden-Dorfläden

Mit der Richtlinie zur Förderung der Etablierung von Tag-und-Nacht- bzw. 24-Stunden-Dorfläden hat das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) das Ziel, „gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen zu sichern und die ländlich geprägten Räume Thüringens als eigenständige Lebens- und Wirtschaftsräume zu stärken“ (Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum o.J.) Mit den geförderten Dorfläden soll die wohnortnahe Nahversorgung gesichert werden. Die ursprünglich bis Dezember 2021 geplante Förderfrist wurde bis Mai 2022 verlängert. 

Ein solcher Dorfladen kostet zwischen 450.000 und 500.000 Euro. Bis zu 200.000 Euro werden dabei durch die Förderung abgedeckt, den Rest tragen die Verantwortlichen vor Ort. Bei den Läden handelt es sich nicht zwingend um komplette Neubauten. Viele von ihnen werden mithilfe digitaler Techniken lediglich aufgerüstet (MDR Thüringen 2021)

Im Rahmen der Förderrichtlinie entstehen thüringenweit 16 neue Dorfläden. Diese gehören den Gemeinden und Vereinen vor Ort und wurden für die nächsten 20 Jahre an die Emmas Tag- und Nachtmarkt GmbH verpachtet, welche sich um den Betrieb kümmert (Götze 2021). 

 

Vorbild: 24-Stunden-Markt in Altengottern

Der 24-Stunden-Dorfladen in Altengottern (© MDR THÜRINGEN/Claudia Götze)
Der 24-Stunden-Dorfladen in Altengottern (© MDR THÜRINGEN/Claudia Götze)

Nach acht Jahren Planungs- und Entwicklungsphase eröffnete im Februar 2020 der erste 24-Stunden-Dorfladen seine Pforten. Im thüringischen Dorf Altengottern erhalten Kunden nach vorheriger Registrierung eine Chipkarte und einen PIN. Mit dieser erhalten sie 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche kostenlos Einlass in das rund 100m² große Geschäft (Fenske 2021).

Neben Lebensmitteln erhalten die Kund*innen auch Drogerieartikel sowie Obst und Gemüse. Darüber hinaus gibt es Backwaren und Fleisch- und Wurstwaren. Insgesamt fasst das Portfolio des 24-Stunden-Marktes in Altengottern rund 1.800 Artikel. Vorrätig sind davon meist rund 1.200 Stück (Schunk 2020). Die Preise unterscheiden sich dabei nicht wesentlich von herkömmlichen Supermarktpreisen (Fenske 2021).

Hat ein Kunde die Waren seines Einkaufs beisammen, geht er an ein Terminal. Dort scannt er selbstständig die Ware und bezahlt anschließend bargeldlos mit Karte. Mithilfe integrierter RFID-Chips in den Produkten erhält das Überwachungssystem den Überblick, ob die Ware bezahlt wurde und, ob gegebenenfalls etwas nachbestellt werden muss. Insgesamt beheimatet der Tante-Emma-Laden der Zukunft rund 40 Kameras (Tagesschau 2022).  

Eine digitale Infotafel ergänzt den Service. Diese informiert über aktuelle Bekanntmachungen der Gemeinde sowie Angebote der lokalen Gewerbetreibenden. Auch ein WLAN-Hotspot sowie eine Packstation zum Versenden und Empfangen von Paketen ist vorhanden. Darüber hinaus gibt es auf dem Platz vor dem eigentlichen Laden eine Ladestation für E-Autos. Für einen Mitgliedsbeitrag von 15 Euro im Monat können Kunden das ebenfalls vorhandene Elektroauto nutzen (Fenske 2021). 

Tante-Emma-Laden ohne Tante?

Häufig wird den neuartigen Dorfläden auch mit sehr viel Skepsis begegnet. Anwohner fürchten den Abbau von Arbeitsplätzen und das, weil sich insbesondere große Supermarktketten für das Geschäftsmodell interessieren, um Personal vor Ort in den Supermärkten einzusparen. Dabei geht es den Entwicklern und Gründern der Emmas Tag- und Nachtmarkt GmbH nicht darum, Arbeitsplätze durch KI und Automation abzuschaffen, sondern bestehende zu erhalten und neue zu schaffen.

In Altengottern beispielsweise stammen die Fleisch- und Wurstwaren von der lokalen Metzgerei. Und auch die Backwaren werden täglich frisch vom örtlichen Bäcker geliefert. Dieser hat Zugriff auf das Kamerasystem und kann sehen, wenn die Brötchen zu neige gehen und er eine entsprechende Nachlieferung veranlassen muss (Fenske 2021). Darüber hinaus stammt der Honig vom ortsansässigen Imker. Den Rest der Produkte liefert der Großhandel und vor Ort kümmert sich eine Standortverantwortliche auf Minijob-Basis um den Laden (Schunk 2020)

Inzwischen haben sich nahezu alle 1.200 Dorfbewohner*innen Altengotterns registriert (Tagesschau 2022). Damit zeigt das Beispiel, wie man neue, digitale Technologien erfolgreich mit Nahversorgung in Einklang bringen und dabei gleichzeitig auch lokale Unternehmen unterstützen kann. 

Geld für Deutschlands Innenstädte: Aktuelle Förderungen

Nachdem bereits im Jahr 2020 unterschiedliche Sofortprogramme verabschiedet wurden, gibt es aktuell wieder eine Vielzahl an Förderungen. Insgesamt werden 250 Millionen Euro durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ bereitgestellt. Darüber hinaus wird die Förderkulisse durch die Förderprogramme der einzelnen Bundesländer erweitert. Um Ihnen eine Übersicht über die einzelnen Fördermöglichkeiten in Ihrem Bundesland zu geben, haben wir einige aktuelle Beispiele im Folgenden für Sie zusammengefasst. 

Bayern: EU-Innenstadt-Förderinitiative

Bayern stellt seinen Städten, Märkten und Gemeinden 36 Millionen Euro aus dem Förderprogramm REACT-EU zu Verfügung. Im Rahmen der EU-Innenstadt-Förderinitiative werden insbesondere Maßnahmen zur Belebung der Innenstädte gefördert, die schnell umsetzbar und wirksam sind. Neben der Erstellung lokaler Online-Plattformen „als digitaler Zwilling der Innenstädte“ können auch Personalkosten der Gemeinden für den Aufbau und die Pflege eines städtebauliches Innenstadtmanagements bezuschusst werden.

Bayerische Städte, Märkte und Gemeinden können bis 30. September 2021 eine Interessensbekundung bei der zuständigen Bezirksregierung einreichen. 

Bewerben können sich alle bayerischen Städte, Märkte und Gemeinden, die mindestens 10.000 Einwohner haben oder die zentralörtliche Funktion eines Mittelzentrums erfüllen.

Hessen: Sonderprogramm Gaststätten

Mit dem Sonderprogramm Gaststätten gibt es in Hessen einen Förderaufruf durch die WIBank (Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen). Ziel ist es, die Gastronomie im ländlichen Raum bei dringend erforderlichen Investitionen zu unterstützen. Neben Handwerkerarbeiten für bauliche Investitionen können auch Investitionsgüter (Ausstattung und Einrichtung) sowie Fahrzeuge mit unmittelbarem Dienstleistungsbezug gefördert werden. 

Neben hessische Gaststättenbetriebe können sich auch Pächterinnen und Pächter eines Gaststättenbetriebes auf die Förderung bewerben. 

Die Antragsstellung muss bis 17. Oktober 2021 auf dem Online-Portal erfolgt sein. 

Mecklenburg-Vorpommern: Sofortprogramm „Re-Start Lebendige Innenstädte M-V“

In Mecklenburg-Vorpommern können Städte ab sofort Projekte beim Sofortprogramm „Re-Start Lebendige Innenstädte M-V“ der Landesregierung einreichen. Gefördert werden Citymanagementmaßnahmen, wodurch der Einzelhandel vor Ort  stabilisiert und die Innenstadt belebt werden soll. Ziel ist ein innerstädtischer Erlebnisraum, der neben Besuchern auch Touristen anzieht. 

Die 95 Grund-, Mittel- und Oberzentren in Mecklenburg-Vorpommern können ihren Antrag bis zum 30. September 2021 bei den Geschäftsstellen der Regionalbeiräte einreichen. 

Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell eine Vielzahl an Förderprogrammen.

Das Förderprogramm Zukunftsräume Niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung richtet sich an Kommunen, die mindestens 10.000 Einwohner haben und eine Funktion als Mittel- oder Grundzentrum inne haben. Gefördert werden Beratungen und Maßnahmenentwicklungen, die das Ziel verfolgen, stadtregionale Kooperationen zu initiieren. Darüber hinaus wird die Entwicklung von Projekten finanziell unterstützt, die die Ankerfunktion von Mittel- und Grundzentren für die sie umgebenden ländlichen Räumen stärken. 

Interessierte Kommunen können bis 13. Mai 2022 eine Interessensbekundung einschließlich erster Projektideen beim jeweils zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung einreichen.

Das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung hat in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft und dem Ministerium für Bauen und Umwelt das Sofortprogramm Perspektive Innenstadt (REACT EU) entwickelt. Im Rahmen von sechs Handlungsfeldern sollen die Städte und Gemeinden in Niedersachsen fit für die Zukunft gemacht werden.

Hierfür konnten sich alle niedersächsischen Städte und alle Samt- und Einheitsgemeinden ab 10.00 Einwohnern, die gleichzeitig die Funktion eines Grundzentrums erfüllen, bis 15. Juli 2021 bewerben. Nach Erstellung der Bescheide für die reservierten Förderbudgets müssen die Kommunen von Oktober 2021 bis 30. Juni 2022 Förderungen für gezielte Projekte bei der NBank beantragen.

Mit dem Förderprogramm Niedersachsen Digital aufgeLaden werden Digitalisierungsberatungen im Einzelhandel durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung gefördert. Förderberechtigt sind alle kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) im Einzelhandel. 

Der Förderantrag muss durch ein autorisiertes Beratungsunternehmen bis spätestens 28. Februar 2022 bei der NBank (Investitions- und Förderbank Niedersachsen) eingereicht werden.

 

Auf Grundlage des neuen Niedersächsischen Quartiersgesetztes besteht darüber hinaus die Möglichkeit zur Aufwertung von Quartieren durch sogenannte BIDs (Business Improvement Districts). Hierbei wird die Durchführung von quartiersbezogenen Aufwertungsmaßnahmen durch privaten Initiativen gefördert, wodurch der öffentliche Raum aufgewertet und die Wirtschafkraft vor Ort gestärkt wird.

 

Nordrhein-Westfalen: Förderbaustein „Dauerhafte Umnutzung von leerstehenden Ladenlokalen“

Im Rahmen der Städtebauförderung hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen den
Förderbaustein „Dauerhafte Umnutzung von leerstehenden Ladenlokalen“ ins Leben gerufen. 

Hierbei sollen Kommunen und private Immobilieneigentümer bei der dauerhaften Umnutzung von leerstehenden Ladenlokalen, die keine Wiedervermietungsperspektive für Handel und Gastronomie haben, mit konkreten Finanzmitteln unterstützt werden. 

Kommunen können bis 30. September 2021 einen Förderantrag bei der jeweils zuständigen Bezirksregierung stellen.

Schleswig-Holstein: Zuschussprogramm „Förderung der Innenstadtentwicklung“

Im Rahmen des Zuschussprogrammes  „Förderung der Innenstadtentwicklung“ des Landes Schleswig-Holstein werden kurzfristig umsetzbare Maßnahmen, mittelfristig wirkende Konzepte und Strategien sowie die Einrichtung von Projektfonds gefördert. Übergreifendes Ziel ist die Stärkung der Städte und Gemeinden, damit diese ihren vielfältigen Aufgaben als Lebens-, Geschäfts-, Arbeits- und Kulturräume gerecht werden können. 

Neben Ober-, oder Mittel- oder Unterzentren mit Teilfunktion von Mittelzentren und Unterzentren, können auch Gemeinden ab 10.00 Einwohnern einen Antrag einreichen. Darüber hinaus können auch kommunale Unternehmen als Zuwendungsempfänger agieren. 

Die Förderanträge sind bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein einzureichen.

Baden-Württemberg

Nachdem bereits Anfang des Jahres die beiden Förderprogramme „Innenstadtberater“ und „Intensivberatung Zukunft Handel 2030“ im Rahmen des Dialogprojekts „Handel 2030“ ausgeschrieben wurden, hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in Baden-Württemberg nun das neue Förderprogramm „Sofortprogramm Einzelhandel / Innenstadt“ aufgelegt.

Insgesamt stehen fünf Millionen Euro für das Förderprogramm bereit, das kurzfristig belebende Impulse für die Kommunen und den Einzelhandel vor Ort setzen soll. Das Sofortprogramm besteht aus drei Förderlinien. Neben der Förderlinie „Pop-up-Stores und -Malls“ gibt es die Förderlinie „Veranstaltungen“ und „Digitalisierung und Innovation im stationären Handel – Mit Smart Service die digitale Zukunft gestalten“. 

Antragsberechtigt sind alle Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg, unabhängig von ihrer Einwohnerzahl (Förderlinie „Pop-up-Stores und -Malls“ gibt es die Förderlinie „Veranstaltungen“). Die entsprechenden Förderanträge müssen direkt beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus gestellt werden.

Die Förderlinie „Digitalisierung und Innovation im stationären Handel- Mit Smart Services die digitale Zukunft gestalten“ hingegen richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen. Ansprechpartner hierfür ist das „Kompetenzzentrum Smart Services“, das federführend vom Frauenhofer IAO getragen wird.

Deutschlandweit: Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus

Das Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat fördert investive sowie konzeptionelle Projekte. Diese zeichnen sich durch ihre hohe fachliche Qualität, ihrem überdurchschnittlichen Investitionsvolumen, ihres hohen Innovationspotenzials oder ihrer nationaler und internationaler Wahrnehmbarkeit aus. 

Kommunen sind aufgerufen bis 14. Dezember 2021 für das Förderprogramm geeignete Projekte beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) einzureichen.

Die cima Beratung + Management GmbH als Ihr kompetenter Berater

Als autorisiertes Beratungsunternehmen ist die cima Beratung + Management GmbH Ihr kompetenter Partner im Hinblick auf Förderungen. Je nach Bundesland stellen wir Ihnen einen von unseren Ansprechpartnern vor Ort zur Verfügung, damit Sie gemeinsam mit uns im Förderdschungel den Durchblick behalten. 

 

Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ gestartet

Das neue Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Ende des Jahres 2020 gegründeten Bündnis für die Innenstadt. Bestehend aus den Bausteinen des Innenstadtbudgets und des Kommunalpreises bietet es Kommunen in Hessen die Aussicht auf eine Förderung. Doch wer darf eine Förderung beantragen? Und welche Projekte sind überhaupt förderfähig?

Noch ein Förderprogramm?

Das neue Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ besteht aus zwei Bausteinen:

  • dem Innenstadtbudget: Kommunen stellen gemeinsam mit den Akteuren vor Ort ein Maßnahmenpaket zusammen, mit dem sie sich anschließend auf das Budget bewerben. Hierbei werden maximal 250.000 Euro pro Kommune gefördert. In Abhängigkeit von der finanziellen Lage einer jeden Stadt liegt die Förderquote bei bis zu 90%. Der Fokus liegt auf einer schnellen Umsetzung, einer nachhaltigen Wirkung sowie dem Setzen neuer Impulse. Darüber hinaus soll ein nachhaltiger Wandel angestoßen werden.
  • dem Kommunalpreis: Dieser ist als optionaler Baustein für besonders kreative und innovative Lösungsansätze gedacht. Kommunen können sich mit ihrer besonders zukunftsweisenden Idee eine Fördersumme on top sichern. Die drei besten Ansätze erhalten Fördergelder in Höhe von 500.000 Euro, 750.000 Euro sowie 1.000.000 Euro.

Insgesamt stellt das Land Hessen für das Programm 12,5 Millionen Euro Fördergelder in der 1. Förderperiode zur Verfügung. 10 Millionen hiervon fließen in das Innenstadtbudget.

Wer darf eine Förderung beantragen?

Das Programm „Zukunft Innenstadt“ richtet sich an Kommunen und Städten in Hessen. Getreu den beiden Mottos Die Innenstadt zusammen neu denken“ und Die Innenstadt neu beleben“ sollen die Verantwortlichen gemeinsam mit den Gewerbetreibenden vor Ort und den Bürger*innen Maßnahmen und Projekte entwickeln.

Schritt für Schritt zur Förderung

Damit Ihre Stadt oder Ihre Kommune von dem Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ profitieren kann, gilt es jetzt, schnell zu handeln!

Bis zum 30. Juni 2021 können Sie Ihr Interesse an einer Förderung bekunden, indem Sie Ihr Vorhaben durch die Beantwortung von sechs Fragen (z.B. „Wie ist die aktuelle Situation in Ihrer Innenstadt? Beschreiben Sie die Herausforderungen. Haben Sie bereits Prozesse in die Wege geleitet oder eine Strategie entwickelt, um die Innenstadt zu stärken? Wenn ja, erläutern Sie diese kurz.“ oder „Schnell und nachhaltig: Wie können durch dieses Paket an Maßnahmen und Projekten kurzfristige Impulse gesetzt werden und inwiefern wird damit eine nachhaltige Entwicklung der Innenstadt gefördert?“) beschreiben. Darüber hinaus müssen Sie Angaben zur gewünschten Höhe des Innenstadtbudgets machen. Kommunen, die darüber hinaus Interesse am Kommunalpreis haben, müssen weitere sieben Fragen (z.B. „Inwiefern können Synergien zwischen den Einzelmaßnahmen und –projekten entstehen? Beziehen sich auf alle Maßnahmen: Innenstadtbudget und Kommunalpreis.“ oder „Worin besteht die Originalität und Innovation Ihrer Strategie und den damit einhergehenden Projekten/ Maßnahmen? Inwiefern sind diese zukunftsweisend und modellhaft?“) beantworten.

Nachdem ein Fachreferat eine Vorprüfung durchgeführt hat, tagt am 19. Juli 2021 das Auswahlgremium, welches zum Teil aus den Partnern des Bündnis Innenstadt besteht.

Schließlich werden im August 2021 die geförderten Standorte mit ihren Projekten veröffentlicht. Diese müssen die bereitgestellten Mittel spätestens bis zum 31.12.2023 abgerufen und anschließend zweckentsprechend verausgabt haben.

Wir helfen Ihnen weiter

Auch Sie möchten ein neues Innenstadtleitbild in Ihrer Stadt auf den Weg bringen, einen Dialogprozess anstoßen, oder ein Projekt im Rahmen von Urban Gardening umsetzen? Oder Sie planen die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zu einem bestimmten Thema, das Etablieren eines lokales Netzwerks für die Innenstadt oder die finale Umsetzung eines digitalen Vorhabens? Doch Sie wissen nicht genau, wo Sie anfangen und wo Sie enden sollen? Wir, das Team der CIMA Beratung + Management GmbH, unterstützt Sie gerne.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

„Niedersachsen Digital aufgeLaden“ – Ihre Chance auf eine geförderte Digitalisierungsberatung

Sie besitzen einen kleinen oder mittleren Einzelhandelsbetrieb und möchten auch im Internet für Ihre Kundschaft präsent sein? Oder aber Sie besitzen bereits eine unternehmenseigene Webseite und möchten Ihre Online-Sichtbarkeit weiter verbessern? Dann bewerben Sie sich jetzt beim Förderprogramm „Niedersachsen Digital aufgeLaden“ des Landes Niedersachsen und nutzen Sie die Möglichkeit einer geförderten Digitalisierungsberatung!

Wer darf sich bewerben?

Bewerben dürfen sich alle Betriebe, die

  • vor dem 01.03.2020 gegründet worden sind
  • mindestens ein stationäres Einzelhandelsgeschäft in Niedersachsen besitzen
  • den Unternehmenssitz in Niedersachsen haben
  • den Verkauf von Waren an Endkund*innen vornehmen.

Zu beachten ist, dass lediglich die Beratungsleistung in Höhe von bis zu 2.500 Euro (exkl. MwSt.) förderfähig ist, nicht aber die Umsetzungsberatung sowie -begleitung.

Die Rolle der CIMA Beratung + Management GmbH

Die cima wurde durch den Fördermittelgeber als Beratungsunternehmen für das Förderprogramm autorisiert.

Somit übernimmt die cima bereits bei der Antragsstellung Ihre Arbeit und kümmert sich um die notwendigen Tätigkeiten im Austausch mit dem Fördermittelgeber.

Durch ein persönliches Auftaktgespräch in Ihrem Betrieb verschaffen wir uns einen Überblick über Ihr stationäres Ladenlokal. Darüber hinaus besprechen wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Geschäftsentwicklung der letzen Monate, besonders im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie und deren Auswirkungen.

Online-Sichtbarkeit (Zeichnung: cima/rosenthal 2021)

Der anschließende Online-Präsenz-Check prüft die Online-Sichtbarkeit Ihres Betriebes. Hierbei untersuchen wir Ihre Aktivitäten auf den gängigen Social-Media-Kanälen, Google Maps, Google My Business sowie auf bekannten Online-Marktplätzen und -Schaufenstern. Außerdem analysieren wir auch Ihre Webseite.

Die so erfassten Ergebnisse bereiten wir im Rahmen eines detaillierten Ergebnisberichtes für Sie auf. Dieser beinhaltet neben einem Status quo zur Online-Sichtbarkeit Ihres Betriebes, individuell auf Ihren Betrieb angepasste Handlungsmaßnahmen. Diese sollen Ihnen bei den aktuelllen Herausforderungen im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie helfen und Ihr Unternehmen langfristig auf die Bedürfnisse Ihrer Kundschaft ausrichten.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann treten Sie mit uns in Kontakt! Weitere Informationen zum Förderprogramm erhalten sie hier.

Infrastrukturgeber Locamo profitiert von Landesfördermitteln in Baden-Württemberg

Verknüpfte Initiativen:Welfenmarkt (Weingarten)
Verknüpfte Unternehmen/Organisationen:Locamo GmbH & Co. KG

Werden hierzulande lokale Online-Marktplätze in Angriff genommen, fällt vor allem immer ein Name: atalanda. Nun allerdings kommt auch das Local-Commerce-Unternehmen Locamo in den Genuss, Infrastrukturgeber einer finanziell üppig ausgestatteten Digital-Initiative zu werden. (mehr …)

Konsortium um den HDE bewirbt sich für das „Kompetenzzentrum Einzelhandel“

Die Ausschreibung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Einrichtung des „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Einzelhandel“ (siehe amtliche Bekanntmachung als PDF) darf als konkretes Ergebnis der „Dialogplattform Einzelhandel“ betrachtet werden, die vor mehr als einem Jahr in Berlin ihr feierliches Ende fand.

Am 28. September des laufenden Jahres nun war der Stichtag zur Abgabe der Konzeptpapiere für die geplante Einrichtung, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand Digital“ entstehen soll. Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewirbt sich mit einer Reihe von bekannten Forschungsinstituten und Unternehmen um die Konzeptionierung des Kompetenzzentrums. So viel ist klar: Die Fördergelder werden sprudeln. (mehr …)

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